Am Mittwoch, den 21. Januar war Bischof Jochen Hübner erstmals als Bischof in der Gemeinde Stockach.
Jochen Hübner, der seit November 2025 Bischof für den Apostelbereich Freiburg/Tübingen ist, besuchte die Gemeinde Stockach.
Er griff die Gedanken und Impulse aus dem Gottesdienst von Stammapostel-Helfer Helge Mutschler in Freudenstadt auf. Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 2. Mose 3, 11, 12a zugrunde:
"Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten? Er sprach: Ich will mit dir sein."
Im Mittelpunkt stand die Frage des Mose: „Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe?“ und Gottes klare Antwort: „Ich will mit dir sein.“ Bischof Hübner griff diese Zusage auf und stellte sie als tragenden Kern christlichen Glaubens in den Mittelpunkt des Gottesdienstes.
Ausgehend von der Begegnung Gottes mit Mose am brennenden Dornbusch zeigte er, dass Gott das Elend der Menschen sieht. Gott ist kein ferner Beobachter, sondern ein sorgender Gott, der Leid, Zweifel und Überforderung wahrnimmt und ernst nimmt. Diese Nähe Gottes gilt nicht nur in außergewöhnlichen Momenten, sondern gerade in unserem Alltag, mit all der Routine, den Sorgen und persönlichen Wüsten.
Der brennende Dornbusch wurde als Bild für Gottes Gegenwart im Alltag ausgelegt. Gott begegnet Menschen oft unscheinbar, mitten im Gewöhnlichen. Wer genau hinsieht, kann erkennen, dass Gott auch dort wirkt, wo das Leben trocken, schwer oder aussichtslos erscheint.
Bischof Hübner verband dieses Bild bewusst mit Christus. Dornenbusch und Dornenkrone verweisen auf das Kreuz. In Jesus Christus zeigt sich Gottes Liebe endgültig und konkret. Die Zusage „Ich will mit dir sein“ findet dort ihre tiefste Erfüllung.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der menschlichen Frage nach dem eigenen Wert: „Wer bin ich?“ Die Antwort Gottes richtet sich nicht nach menschlicher Vollkommenheit. Gott begleitet auch den Zweifelnden, den Unvollkommenen und den Fragenden. Aus dieser Zusage erwächst Sendung. Wer Gott begegnet, ist gerufen, im Alltag Zeugnis zu geben, dem Nächsten in liebender Demut zu dienen und Gutes zu tun.
Im Heiligen Abendmahl wurde diese Botschaft erfahrbar: Gott ist da, er stärkt unseren Glauben und unser Leben.