Ein Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe setzte die Neuapostolische Kirche Engen am vergangenen Sonntag, 08.02.2026: Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes übergab die Gemeinde eine Lebensmittelspende im Wert von fast 1.900 Euro an den örtlichen Tafelladen. Das Geld war im Dezember mit einem Stand auf dem Engener Weihnachtsmarkt gesammelt worden – unter dem Jahresmotto 2025 „Es ist Zeit, Gutes zu tun“.
Gemeindevorsteher Priester Heim gestaltete den Gottesdienst und bezog sich in seiner Predigt auf ein Bibelwort aus der Bergpredigt (Matthäus 5,37): „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Bösen.“
Jesus habe damit seine Jüngerinnen und Jünger aufgefordert, wahrhaftig und glaubwürdig zu sein – ohne zusätzliche Schwüre oder Versprechungen, so Heim. Schwören sei zwar bei manchen wieder in den täglichen Sprachgebrauch eingezogen, es gehe aber vielmehr darum, nicht nur Lippenbekenntnisse zu tätigen, sondern das Gesprochene in die Tat umzusetzen. Ein "Ja" solle ein "Ja" bleiben und ein "Nein" ein "Nein" - klar, wahrhaftig, eindeutig. Dies gelte auch für unser Handeln als Gemeinde.
Als Christ müsse man verlässlich sein, das schaffe Vertrauen. Bezugnehmend auf die Spende erläuterte der Gemeindevorsteher: „Es war nicht die größte Tat, die je getan wurde. Aber es war eine gute Tat, über die wir uns freuen können und auf die wir stolz sein dürfen.“ Evangelist Spataro, Vorsteher der benachbarten Gemeinde Blumberg, welche zusammen mit der Kooperationsgemeinde Immendingen ebenfalls anwesend war, unterstrich: „Glaubwürdig ist man nur, wenn Reden und Handeln deckungsgleich sind“.
Spende für den täglichen Bedarf
Die auf dem Weihnachtsmarkt gesammelten Gelder flossen direkt in den Einkauf von Lebensmitteln des täglichen Bedarfs, die dem Tafelladen Engen zur Verfügung gestellt wurden. Zudem dürfte Priester Heim einen Scheck von 500 Euro des Hilfswerks der Neuapostolischen Kirche "human aktiv e.V." zur finanziellen Unterstützung der Engener Tafel überreichen. Frau Post vom Tafelladen, die die Spenden stellvertretend entgegennahm, betonte bei der Übergabe den anhaltend hohen Bedarf an Lebensmittel- und Geldspenden: „Wir erreichen jede Woche fast 200 Menschen. Jede Unterstützung hilft uns, Menschen in Not zu erreichen.“ Sie sprach die Gemeinde mit einem Bibelvers aus dem Matthäus-Evangelium an: „Ihr seid das Salz der Erde. Ohne Salz fehlt es einem Gericht an Geschmack. Vielen Dank für diesen Beitrag zu einem guten Miteinander“
Bürgermeister Harsch dankt für Engagement
Auch Engens Bürgermeister Frank Harsch nahm an diesem besonderen Gottesdienst teil. Er bedankte sich im Namen der Bürgerschaft für das Engagement der Gemeinde und rief dazu auf, „weiterhin Gutes zu tun“. In seinem Grußwort zitierte er das Jesus-Zitat aus Matthäus 25,40: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“
Nach dem offiziellen Teil bot ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee, Kaltgetränken und selbst mitgebrachten Speisen Raum für Gespräche und Austausch.