Mehr als 400 Besucher strömten am Sonntag Nachmittag zum Neujahrskonzert ins Kultur-O nach Owingen. Unter dem Titel „Mit Psalmen und Harfen“ stimmten 45 Sängerinnen und Sänger des ökumenischen Projektchors, dazu Kinder- und Jugendchor und ein 40-köpfiges Orchester des Kirchenbezirks Tuttlingen die Besucher mit „christlichen Mutmachliedern“ auf das neue Jahr ein.
"Meine Hoffnung und meine Freude, meine Strärke, mein Licht: Christus meine Zuversicht" (J. Berthier) - mit diesem französischen Gesang aus Taizé begannen Chor und Klavier das etwa zweistündige Konzert. Die dann von Chor und Orchester vorgetragenen Psalmvertonungen erwärmten die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer und machten sichtlich Mut auf das kommende Jahr. So konnte man die Wirren dieser Zeit für eine Weile vergessen und ganz nach dem vom Kinderchor mit voller Inbrunst gesungenen Lied "Steck den Kopf nicht in den Sand, es kommt nichts dabei heraus'" (K. Heizmann) zuversichtlich in das neue Jahr blicken.
Während des Konzerts las Silke Vielhaber, die durch das Konzert moderierte, aus dem Buch "Hör meine Stimme" (P. Spangenberg) die passenden Psalmen in heutiger Sprach vor. "Von guten Mächten" (Text D. Bonhoeffer) erklang in einer gefühlvollen Bearbeitung für Klavier und Chor und als das Publikum bei der letzten Strophe mitsang, entstand eine sehr bewegende Stimmung im Saal.
Mit dabei war auch Gisela Knoch von der Überlinger Tafel. Die Gäste waren gebeten worden, an diesem Abend Lebensmittelspenden für die Tafel mitzubringen. Es kamen 20 Kisten voll mit Nudeln, Konserven, Ölen und einigem mehr zusammen. "So viel haben wir noch nie auf einmal gesammelt, auch nicht, wenn wir eine 3-tägige Aktion hatten", erklärte Gisela Knoch sichtlich gerührt an das Publikum gewandt. Die Lebensmittel könne man wirklich sehr gut gebrauchen, da immer mehr Kunden rückläufigen Lebensmittelspenden gegenüber stünden.
Bezirksevangelist Hübner war in seiner Schlussrede überwältigt von der positiven Resonanz des Publikums: "Ich denke, so ein Neujahrskonzert sollten wir nächstes Jahr auf jeden Fall wiederholen".
Nachdem das Schlusslied "O großer Gott, wie herrlich ist dein Werk" ((C.H. Scott) verklungen war, konnte das Publikum seiner Begeisterung kaum Einhalt gebieten und applaudierte nach Kräften und mit Standing Ovations. Mit der Zugabe "Der Herr ist mein Licht" (G.F. Root) begeisterten Chor, Orchester und der Kinderchor noch einmal gemeinsam, sodass das Publikum noch eine zweite Zugabe forderte: "Steck den Kopf nicht in den Sand" erklang von den Kinden und Jugendlichen erneut - ein Ohrwurm, der die Zuhörerinnen und Zuhörer noch die folgenden Tage begleiten sollte.