Am Sonntag, den 22.03.2026, fand in der Gemeinde Tuttlingen ein besonderer Gottesdienst statt: Ein gemeinsamer Bezirksjugendgottesdienst der Jugend aus den Bezirken Tuttlingen und Albstadt/Tübingen. Die große Beteiligung und die spürbare Gemeinschaft machten diesen Gottesdienst zu einem besonderen Erlebnis für alle Anwesenden.
Durchgeführt wurde der Gottesdienst vom Bezirksjugendleiter des Bezirks Tuttlingen, Priester Ben Fischer aus der Gemeinde Konstanz. Er diente der Jugend mit dem Wort aus 1. Petrus 2, 21:
„Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen hat, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen.“
Zu Beginn griff Priester Fischer die Gedanken des Eingangsliedes des Jugendchores auf: die Einladung, immer wieder zum Herrn zurückzukehren – „Back to the Lord“. Dieses zentrale Thema veranschaulichte er mit dem Bild eines Flusses, in dem sich unser Leben bewegt.
Manchmal erscheint dieser Fluss ruhig und langsam – besonders in jungen Jahren, wenn die Zeit kaum vergehen will. In anderen Lebensphasen hingegen scheint alles schnell zu fließen, fast wie in Stromschnellen. Es gibt ruhige Abschnitte, aber auch turbulente Zeiten. Doch unabhängig davon, wie sich dieser „Fluss des Lebens“ gerade anfühlt, bleibt eines entscheidend: sich immer wieder bewusst dem Herrn zuzuwenden.
Ausgehend vom Bibelwort wurde deutlich, dass der erste Petrusbrief Menschen in schwierigen Lebenssituationen anspricht. Übertragen auf die heutige Zeit wurde herausgestellt, dass auch wir in gewisser Weise „gebunden“ sein könnten – etwa an negative Eigenschaften wie Bosheit, Heuchelei oder Neid. Immer wieder geraten wir in solche Situationen, oft ohne es zu wollen.
Der Blick auf Jesus Christus eröffnet dabei eine neue Perspektive. Wenn wir unser Leben aus seiner Sicht betrachten, erkennen wir sowohl unsere eigenen Schwächen als auch die unseres Nächsten. Das kann schmerzhaft sein – und lässt uns Anteil nehmen am Leiden Christi. Dieses Leiden geschieht jedoch nicht um des Leidens willen, sondern aus wachsender Nähe zu Jesus Christus, der selbst Mitleid hatte, als er die Menschen sah.
Christus ist und bleibt unser Vorbild. Auch wenn seine „Fußstapfen“ uns oft zu groß erscheinen, geben sie uns Orientierung. Indem wir uns an ihm ausrichten, ordnen wir uns neu aus und finden Halt. So wurde der Gedanke vertieft, dass wir als Christen letztlich „gebunden“ sein dürfen – jedoch nicht an das Negative, sondern an Christus selbst: als Menschen, die im Licht, in der Wahrheit und in seiner Liebe leben.
Ergänzt wurde der Gottesdienst durch einen Wortbeitrag eines Priesters aus dem Bezirk Albstadt-Tübingen und durch einen weiteren Beitrag eines Diakons aus dem Bezirk Tuttlingen, welche die Gedanken des Gottesdienstes vertieften und zusätzliche Impulse gaben.
Im Anschluss an den Gottesdienst stand die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Bei herrlichem Wetter versammelten sich die Jugendlichen vor der Kirche in Tuttlingen. Auch die Nebenräume wurden genutzt, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein kurzweiliges und fröhliches Kennenlernspiel sorgte für viele Begegnungen und half dabei, dass sich die Jugendlichen aus beiden Bezirken näher kennenlernen konnten.
Währenddessen kümmerte sich ein engagiertes Team um die Verpflegung. Frisch zubereitete Hotdogs standen zum Mittagessen bereit und wurden gerne angenommen.
So wurde dieser Tag nicht nur zu einem geistlichen Erlebnis, sondern auch zu einem lebendigen Zeichen von Gemeinschaft, Freude und Zusammenhalt. Ein rundum gelungener Bezirksjugendgottesdienst, der allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben wird.