Am Sonntag, 05.10.2025, trafen sich die Geschwister aus allen Gemeinden des Kirchenbezirks Tuttlingen in der Jahnhalle in Stockach, um gemeinsam den Erntedank-Gottesdienst zu feiern, den unser Apostel Martin Schnaufer durchführte. Im Anschluss fand das Bezirksfest mit verschiedenen Workshops, musikalischen Darbietungen und einer Podiumsdiskussion mit unserem Apostel statt.
Rund 430 Geschwister waren nach Stockach gekommen, um nach einigen Jahren wieder einen Tag in der Gemeinschaft aller Schwestern und Brüder aus dem Kirchenbezirk zu erleben. Im Mittelpunkt dieses besonderen Sonntages stand ganz das Lob und der Dank an unseren himmlischen Vater. Schon am Morgen, als unser Apostel die Jahnhalle betrat, durfte er in strahlende Kinderaugen blicken, als der Kinderchor voller Stolz und freudig das Lied "Immer und überall" anstimmte, in dem zum Ausrdruck kam, dass Gott immer und überall bei uns ist und seine Hand über uns hält. Gespannt hörte der Apostel zu und dankte den Kindern sichtlich gerührt für diesen schönen Vortrag.
Dem anschließenden Erntedank-Gottesdienst legte der Apostel das Wort aus Kolosser 3, Vers 17 zu Grunde: "Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn."
Zusammen trugen der gemischte Chor, der Jugendchor, der Kinderchor und das Orchester zu Beginn des Gottesdienstes das Lied "Lobe den Herrn meine Seele" vor und stimmten die Geschwister mit diesem herzerwärmenden Stück auf den Gottesdienst ein. Der Apostel war sehr angetan von der Begeisterung, mit welcher die Sängerinnen und Sänger zusammen mit den Instrumentalisten dieses Lied vorgetragen hatten. Der Psalm 103, dem die Textpassage für dieses Lied entspringt, sei voll von Hinweisen, was der Herr uns alles Gutes getan hat, so der Apostel. Das wollen wir immer im Herzen tragen und nicht vergessen.
Auf das Textwort eingehend erklärte er, dass das Vertrauen und unsere Dankbarkeit unserem himmlischen Vater gegenüber zum Vorschein kämen, indem wir unserem Handeln immer ein "Stück Evangelium" beimengten. Das Evanglium sei das Entscheidende, das Salz, womit unser Tun gewürzt sein sollte. Am Beispiel "Nächstenliebe" zeigte er auf, dass wir die Liebe Gottes, die wir erleben dürften, auch unseren Nächsten erleben lassen sollten, geben wir sie weiter, dann handeln wir nach dem Evangelium.
Wenn wir Opfer aus Dankbarkeit brächten, dann sei das keine "Investition", nach der wir Gnade oder besonderen Segen zu erwarten hätten. In unserem Opfer aus Dankbarkeit heraus wird klar, dass wir erkannt haben, dass Gott in vielfältiger Weise segnen kann und wird. Und wenn wir hoch schätzten, was der Herr uns alles geschenkt hat und jeden Tag schenkt, dann würden Loben und Danken für uns alltäglich.
Die Predigt des Apostels wurde durch verschiedene Predigtbeiträge von Amtstägern aus dem Bezirk ergänzt.
Gestärkt durch das Wirken des Heiligen Geistes und die schönen Impulse im Dienen der Brüder wollten die Geschwister nach dem Gottesdienst auch den Leib stärken. Schnell wurde die Halle durch zahlreiche Helfer mit Tischen und Stühlen bestückt, sodass Jung und Alt gemeinsam das Mittagessen einnehmen konnten. Am Nachmittag fanden verschiedene Workshops statt, z.B. "Eingeschlichene Irrtümer" (Erklärungen zu Bibelstellen, die oft nicht völlig korrekt wiedergegeben werden), "Für was brauchen wir Apostolat?" oder Musikinstrumente ausprobieren für alle Altersgruppen. Hieran hatten viele Geschwister ihre Freude, schallte doch der ein oder andere schiefe Ton durch die Halle. Zudem gab es verschiedene Bewegungs- und Bastelangebote und die Geschwister konnten sich bei Kaffee und Kuchen austauschen.
Den Schlusspunkt des Programms bildete die spannende Podiumsdiskussion mit unserem Apostel zum Thema "Seelsorge". Hier wurden Fragen aufgeworfen, wie bspw. "Was wünsche ich mir von meinem Seelsorger?", "Gibt es eine Ausbildung dafür?", "Ist Seelsorge noch aktuell?".
Über den Tag hinweg wurden Spenden für die Stockacher Tafel und den Bau eines Brunnens in Afrika gesammelt. Im Ergebnis konnten drei Pkw-Ladungen Lebens- und Haushaltsmittel und der gesamte Altarschmuck (Obst, Gemüse und Backwaren) an die Tafel Stockach übergeben werden.
Priester Strittmatter, Vorsteher der Gemeinde Stockach, gab im Nachhinein bekannt, dass nach einer abschließenden Zählung an diesem Tag die gesamten 5.000 Euro, die für den Brunnenbau in Afrika benötigt werden, gesammelt werden konnten. Ein wunderbares Ergebnis eines wunderschönen Tages voller Lob und Dankbarkeit.
"Danken TUT gut!"